E-Mountainbike-Kettenblätter

E-Mountainbike-Kettenblätter

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So wählen Sie das Kettenblatt für Ihr E-MTB aus

Beim E-MTB sitzt das Kettenblatt nicht an einer Kurbel, sondern per Direct Mount direkt an der Motorachse oder an einem Spider mit 104 mm Lochkreis. Drei Faktoren entscheiden über die richtige Wahl: die Motoraufnahme, die Kettenlinie und die Zähnezahl.

Direct Mount oder 4-Loch-Befestigung mit 104 mm Lochkreis

  • Direct Mount : Das Kettenblatt wird direkt an der Motorachse befestigt. Jeder Motor hat seine eigene Aufnahme – Bosch Gen 3, Gen 4 und SX, Shimano EP8 und E8000, Brose S Mag, TQ HPR50 sowie Fazua Ride 60.
  • 4-Loch 104 mm : Das Kettenblatt wird an einem Spider oder einer Standardkurbel verschraubt. Diese Lösung ist vielseitiger, sofern der Spider zum Motor passt.
  • Die Kurbelsterne und Spider werden separat verkauft: Sie setzen die Motoraufnahme auf den klassischen Lochkreis von 104 mm um.

Auf die Kettenlinie kommt es an

Durch den Motor sitzt das Kettenblatt weiter von der Rahmenmittelebene entfernt. Übliche Werte sind 53, 55 und 56,5 mm, gegenüber 52 mm bei einem MTB ohne Motor. Shimano gibt den Wert im Produktnamen an – das SM-CRE70-B gibt es mit 53 und 55 mm – und Race Face macht es ebenso. Bei einer falschen Kettenlinie läuft die Kette schräg und verschleißt schneller; auf den äußersten Ritzeln kann sie außerdem springen. Prüfen Sie vor der Bestellung den Originalwert.

Wie viele Zähne?

  • E-MTBs fahren mit kleineren Kettenblättern kleinere als bei einem MTB ohne Motor: 34 bis 38 Zähne decken die große Mehrheit der Konfigurationen ab.
  • Ein kleineres Kettenblatt erleichtert steile Anstiege und schont den Antrieb. Ein größeres sorgt dafür, dass Sie bei abgeschalteter Unterstützung jenseits von 25 km/h erst später ins Leere treten.
  • Der Motor erhöht das Drehmoment, das über die Kette übertragen wird: Beim E-MTB wird der Verschleiß weit stärker vom Drehmoment als von der Laufleistung bestimmt.

Stahl oder Aluminium

Stahl – etwa bei Stronglight und dem SRAM X-Sync 2 aus Stahl – hält dem Drehmoment eines Mittelmotors deutlich länger stand. Aluminium spart einige Dutzend Gramm, verschleißt aber schneller. Bei einem E-MTB ist Stahl oft die vernünftige Wahl: Der Preisunterschied macht sich schon bezahlt, wenn dadurch der erste Austausch entfällt.

Narrow-Wide ersetzt keine Kettenführung

Alle diese Modelle haben abwechselnd schmale und breite Zähne (Narrow-Wide), die die Kette ohne weiteres Zubehör hält. Bei einem schweren, schnellen Rad lockert sich die Kette durch Stöße stärker: Im Enduro-Einsatz bleibt eine zusätzliche Kettenführung daher sinnvoll. Beide ergänzen sich, statt einander zu ersetzen.

Mehr erfahren: So rüstest du dein E-MTB auf

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